. Logo

Heribert C. Ottersbach

Biografie

1960 geboren in Köln. Studium der Kunst, Germanistik und Philosophie in Köln. 1983-1985 Studienaufenthalte in Portugal, New York und Paris. 1989 Kunstpreis des Genossenschaftsverbandes Rheinland. 1992/93 Gastprofessur am Centro de Arte Communicacao (AR.CO), Lissabon. 2001 Lehrauftrag an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 2003 Lehrauftrag an der California State University, Long Beach, Los Angeles. 2007 Kunstpreis der Stadt Darmstadt (Wilhelm-Loth-Preis). 2009 Professor für Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (Nachfolge von Neo Rauch).

Er lebt und arbeitet in Köln.

Werk

Ottersbach hat in den letzten Jahren eine atemberaubende Karriere mit bedeutenden Museumsausstellungen in Deutschland gemacht. Er zeigt, wie eine spannende Verbindung von Fotografie und grafischer Kunst zu einer aktuellen, sammelwürdigen Kunst führt. Kunstgeschichte, Geschichte, der Bilderfundus der Medien sind für ihn das Archiv, aus dem er auswählt und durch Inszenierung verschiedenster Bildebenen Neubewertungen und Denkzusammenhänge schafft.

Ottersbach beschäftigt sich mit dem wechselseitigen Verhältnis von Kunst, Ideologie und der Wahrnehmung von Geschichte. Eine im Kern sicherlich ideologiekritische Position ist das Fundament seiner Malerei. Themen mit denen sich der Künstler beschäftigt, sind die Frage nach dem Verhältnis der modernen Kunst zur Modernisierung der europäisch-amerikanischen Zivilisation, das Schwanken der Avantgarde zwischen Opposition gegen und Anpassung an die Modernisierung sowie die eigene Positionsbestimmung als zeitgenössischer Maler in diesen Zusammenhängen.

Ottersbach macht gefundene Bilder aus dem Lebensalltag unseres Jahrhunderts zur Bühne seines Denkens durch Malen. Seine Motive erstellt er am Bildschirm, in dem er aus Archiven Dokumentarfotos zu Collagen zusammenstellt. Die so am Bildschirm entstandenen Motive überträgt er schließlich auf die Leinwand; das Überdrucken und die serielle Reihung verschiedener Szenarien zu gemalten Tableaus sind weitere künstlerische Methoden. Kunstgeschichte, Geschichte, der Bilderfundus der Medien sind für ihn das Archiv, aus dem er auswählt und durch Inszenierung verschiedenster Bildebenen Neubewertungen und Denkzusammenhänge schafft.

Weitere Werke von Ottersbach finden Sie im Programm der Galerie Klaus Gerrit Friese (neues Fenster).

Sammlungen

Museum Frieder Burda (öffnet neues Fenster)